Oct 3, 2009, 14:42 GMT
Hamburg - A prisoner swap between Israel and Hamas under German mediation could be completed within just weeks or months, the leader of Hamas told a German magazine in remarks reported Saturday.
The previous day, the radical Palestinians had released a video showing captured Israeli soldier Gilad Shalit alive and healthy.
Israel agreed to release 20 prisoners in exchange for the video.
'We Palestinians want to complete these negotiations as quickly as possible,' said Mahmoud al-Sahar, who heads Hamas in Gaza.
In the interview with Der Spiegel, released Saturday to other media in advance of Monday publication, al-Shara said he expected Shalit's release within a matter of weeks, 'a couple of months at most.'
He praised a German intelligence agent who has mediated between the two sides.
'Since he has been involved, the negotiations have proceeded very professionally,' the Hamas said. 'This initial deal is proof that German mediation may lead to success.'
Asked about Hamas' initial demand for the release of 450 prisoners from Israeli detention, he indicated a compromise was possible.
'In such difficult negotiations, neither side can dictate conditions, neither Israel nor Hamas,' al-Sahar said. dpa jbp
2ND ROUNDUP: Israel frees 19 Palestinians in proof-of-life deal Eds: Adds Shalit appearance in video; epa photos available, including 00000401883561 =
SPIEGEL: Hamas-Führer Sahar lobt BND-Vermittler im Fall Schalit Die Chancen auf eine baldige Freilassung des von der palästinensischen Hamas entführten israelischen Soldaten Gilad Schalit haben sich erheblich verbessert. 'Wir Palästinenser wollen die Verhandlungen so schnell wie möglich zu Ende bringen', sagte der Führer der Hamas im Gaza-Streifen, Mahmud al-Sahar, im Interview mit dem SPIEGEL: 'Das ist eine Sache von Wochen, höchstens von ein paar Monaten.' Sahar lobte den vom Bundesnachrichtendienst entsandten Agenten, der zwischen Israel und der Hamas vermittelt. 'Seit er dabei ist, laufen die Verhandlungen sehr professionell.' Ende der Woche hatte die Hamas als Lebenszeichen des entführten Soldaten ein Video übergeben, im Gegenzug ließ Israel 20 palästinensische Gefangene frei. 'Dieser erste Deal ist der Beweis, dass die deutsche Vermittlung zum Erfolg führen kann', so Sahar. Der Hamas-Führer sagte, seine Organisation sei kompromissbereit. Auch über die ursprüngliche Forderung an Israel, 450 palästinensische Gefangene freizulassen, könne man sprechen. 'In solch schwierigen Verhandlungen kann keine Seite der anderen ihre Bedingungen diktieren, weder Israel noch die Hamas', sagte Sahar.
SPIEGEL: Israel wünscht deutsche Subventionen für weiteres Brennstoffzellen-U-Boot Die künftige Bundesregierung sieht sich mit der Bitte Israels konfrontiert, dem Land einen Zuschuss für ein Rüstungsgeschäft zu gewähren. Jerusalem will bei der HDWWerft ein sechstes U-Boot der Dolphin-Klasse bestellen und wünscht sich - wie bei bisherigen Booten - eine millionenschwere Subvention aus dem Bundeshaushalt. Für das vierte und das fünfte Schiff, die derzeit in Kiel gebaut werden, zahlt Berlin bereits bis zu 333 Millionen Euro, etwa ein Drittel der Kosten. Auch die ersten drei Boote, 1999 und 2000 geliefert, waren mit 1,1 Milliarden Mark aus dem Bundesetat subventioniert worden. Die rund 500 Millionen teuren Dolphin-U-Boote werden mit modernen Brennstoffzellen angetrieben, die sie besonders lange tauchen lassen. Kritiker der Lieferungen an Israel fürchten, dass die deutschen Boote als Basis für möglicherweise atomar bestückte Marschflugkörper Israels eingesetzt werden. Die Bundesregierung hat den Bau des sechsten Bootes bereits 2006 genehmigt. DER SPIEGEL 41/2009, Panorama Deutschland, Seite 19
Afghanistan/Konflikte/Wahlen/ (dpa-Gespräch) Experte: Duldung des Wahlbetrugs stärkt Taliban =
Neu Delhi/Berlin (dpa) - Eine Duldung des massiven Wahlbetrugs in Afghanistan durch die Staatengemeinschaft würde nach Ansicht des Afghanistan-Experten Thomas Ruttig erhebliche negative Folgen nach sich ziehen. 'Das dürfte den Westen das letzte politische Kapital kosten, das er in Afghanistan noch hat', warnte der deutsche Ko- Direktor des Afghanistan Analysts Network (AAN) in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. 'Indirekt würde das auch die Taliban stärken, die von der tiefer werdenden Enttäuschung der Menschen profitieren.' Aus den vorliegenden Betrugs-Beweisen lasse sich mathematisch schlussfolgern, dass Präsident Hamid Karsai nicht die absolute Mehrheit in der ersten Wahlrunde gewonnen habe.
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